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UHC HAMBURG NACH ACHT JAHREN WIEDER ZURÜCK AN DER SPITZE

08. February 2026

Nach acht Jahren sind die Herren des UHC Hamburg zurück an der nationalen Spitze des Hallenhockeys. Beim Volvo E.R.B. Final4 2026 in Frankfurt gewannen sie vor 4112 Zuschauern das Finale gegen den Mannheimer HC mit 5:4 (3:1) und holten sich nach 1964, 2002 und 2018 den vierten Meistertitel.

Dass solch ein Endspiel gar keinen Anlauf braucht, zeigten beide Teams. Vom Anspiel weg ging es los mit flottem Tempo. Und auch frühe Tore blieben nicht aus. Beim Hamburger Führungstreffer war etwas Glück dabei, als Henri de Cuvry den von Liam Holdermann zugepassten Ball im MHC-Kreis scheinbar verstoppt hatte, doch das nach vorne wegprallende Spielgerät hoppelte an Torwart Florian Simon vorbei zur allgemeinen Überraschung über die Linie – 0:1 (2.), und Schiedsrichter Ole Ingwersen sah trotz MHC-Proteste keinen Grund, den Treffer nicht zu geben. Der MHC antwortete durch Jan Wentscher, der links aus spitzem Winkel die Lücke fand – 1:1 (6.). Das schönste Tor der flotten Anfangsphase war zweifellos das 2:1 (7.) für den UHC, als Tom Schmid-Didlaukies über rechts von vorne preschte und im Doppelpass mit Nicolas Proske dann noch Holdermann in der Mitte bediente, der nur noch einzuschieben brauchte.

Der mutig entgegengesetzte Helm von Torwart Simon verhinderte ein 1:3 durch Nicolas Proske (9.), wenig später verschleuderte der UJHC seine erste Ecke durch eine völlig missglückte Herausgabe (12.).

Die Führung der Hanseaten zur ersten Viertelpause war verdient und wurde im zweiten Viertel noch ein wenig ausgebaut. Auch wenn Mannheim durch Holstes Pfostentreffer (20.) und Geyers Beinahetreffer (22.) ebenso nahe am Ausgleich war wie bei seiner ersten Ecke, als Kutter auf der Linie den flachen Holste-Ball um den Pfosten drehte (24.). Kurz vor dem Gang in die Kabinen fiel dann das 3:1 (30.), als der MHC vor dem eigenen Kreis den Ball verlor, der Schotte im UHC-Dress, Cameron Golden, die Situation blitzschnell erfasste und sich so raffiniert durchsetzte, dass am Ende Fabio Reinhard nur noch in den leeren Kasten einschießen musste.

Der UHC musste die zweite Halbzeit in Unterzahl starten, weil Luis Bernstein sich Sekunden vor Ablauf der ersten Hälfte noch grün einhandelte. Doch Mannheim konnte aus der einminütigen Überzahl nichts Zählbares machen, auch die zweite Ecke landete durch Jossip Anzeneder im Körper des herauslaufenden Torwarts Felix Damberger (33.).

Aber dann nach 37 Minuten konnte Mannheim neuen Mut schöpfen, als nach einem UHC-Missverständnis im Aufbau plötzlich Peer Hinrichs in Abschlussposition kam und rechts aus spitzem Winkel zum 2:3 verkürzte. Bis weit ins Schlussviertel hinein passierte dann nichts mehr Hochgefährliches in beiden Kreisen, weil die Abwehrreihen auf beiden Seiten alle Bemühungen zunichte machte. Trotz fehlender Tore blieb es ein hochintensiver, schneller und angesichts des Resultats spannender Kampf.

Die tortechnische Auszeit war dann vier Minuten vor Ende schlagartig vorbei. Der gegen den drängenden MHC alleine durchgebrochene Liam Holdermann konnte von TW Simon nur regelwidrig aufgehalten werden – Siebenmeter. Luis Bernstein traf gegen den eingewechselten Torhüter Adrian Rafi sicher – 2:4 (56.). Natürlich spielte Mannheim danach sofort ohne Torhüter weiter, und die künstliche Überzahl fruchtete sogleich, als Tim Seagon zum 3:4 (57.) und Luis Holste per Direktabnahme zum 4:4 (58.) ausglichen.

Mannheim entschied sich dagegen, das gut laufende Überzahlspiel fortzusetzen, sondern nahm nach dem Gleichstand seinen Keeper Simon wieder aufs Feld. Nachträglich betrachtet war es wohl die falsche Entscheidung, denn der UHC schlug in Gleichzahl sofort zurück. Ein Schuss von Constantin Staib, noch abgelenkt von einem MHC-Brett, fand den Weg  zum 5:4 (58.) in den Mannheimer Kasten. Wieder schaltete der MHC sogleich auf künstliche Überzahl um. Aber diesmal fruchtete das torwartlose Spiel nicht, im Gegenteil. Bei einem Hamburger Konter fand Proske per Rückhand den Abschluss, den Moritz Himmler nur noch mit dem Fuß aufhalten konnte – Siebenmeter.

Luis Bernstein hätte 1:50 Minuten vor Schluss mit einem 6:4 die Entscheidung besorgen können, ließ diese mit einem Pfostenschuss aber aus. Doch dieser Fehlversuch sollte für Hamburg ohne bittere Konsequenzen bleiben. Denn die Abwehr überstand die letzten gegnerischen Anläufe unbeschadet.

 

Foto: Worldsportpics

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